Der richtige Weg zum Denkmalpflegerischen Bescheid

Wenn Sie an Ihrem Baudenkmal Instandsetzungs- oder Änderungsmaßnahmen vornehmen wollen, brauchen Sie eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis und/oder eine Baugenehmigung. Dies gilt sowohl für das Äußere wie auch im Inneren.

Über die Bayerische Bauordnung hinaus ist dabei grundsätzlich folgender Auszug aus dem Bayerischen Denkmalschutzgesetz zu beachten:

Wer Baudenkmäler beseitigen, verändern oder an einen anderen Ort verbringen oder geschützte Ausstattungsstücke beseitigen, verändern, an einen anderen Ort verbringen oder aus einem Baudenkmal entfernen will, bedarf der Erlaubnis. Der Erlaubnis bedarf auch, wer in der Nähe von Baudenkmälern Anlagen errichten, verändern oder beseitigen will, wenn sich dies auf Bestand oder Erscheinungsbild eines der Baudenkmäler auswirken kann. (Art.6 Bay Denkmalschutzgesetz)

Bitte wenden Sie sich rechtzeitig vor Beginn irgendwelcher Arbeiten an die Untere Denkmalschutzbehörde Ihres Landratsamtes bzw. Ihrer Stadtverwaltung. Beschreiben Sie Ihr Vorhaben und fragen Sie nach, ob dafür eine Baugenehmigung oder eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis erforderlich ist.

Sind Sie sich in der Sache nicht ganz sicher, können Sie einen Gesprächstermin mit Ihrem/r zuständigen Gebietsreferenten/in des Landesamts für Denkmalpflege vereinbaren. Er/Sie wird Sie beraten und den richtigen Weg zur Umsetzung der baulichen Maßnahmen wie evtl. Förderungsmöglichkeiten aufzeigen. Die für Sie zuständige Untere Denkmalschutzbehörde bzw. den für Sie zuständigen Gebietsreferenten entnehmen Sie bitte der entsprechenden Liste bzw. der interaktiven Landkarte.

Leitfaden:

  1. Definieren Sie Ihre Ziele
  2. Einschaltung der Unteren Denkmalschutzbehörde
  3. Beratungsgespräch mit Ihrem zuständigen Gebietsreferenten
  4. Erstellen eines Planungskonzeptes, Kostenermittlung möglichst durch ein Architekturbüro
  5. Abstimmung des endgültigen Konzepts mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und dem Gebietsreferenten
  6. Bau- oder Erlaubnisantrag
  7. Genehmigungs- oder Erlaubnisbescheid der Kreisverwaltungsbehörde
  8. Durchführung der Maßnahme mit Betreuung durch den Gebietsreferenten