Gesetzliche Grundlagen des Denkmalschutzes

Bereits die Bayerische Verfassung aus dem Jahr 1946 verpflichtet Staat, Gemeinden und Körperschaften des öffentlichen Rechts, die Denkmäler der Kunst und der Geschichte zu schützen und zu pflegen sowie herabgewürdigte Denkmäler der Kunst und Geschichte möglichst ihrer früheren Bestimmung wieder zuzuführen. Im Sinn dieses Verfassungsauftrags hat der Bayerische Landtag im Jahr 1973 das Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler erlassen, das die grundlegenden Bestimmungen über Denkmalschutz und Denkmalpflege in Bayern enthält. Der Wortlaut dieses Gesetzes steht in der Download Area dieser Homepage zu Ihrer Verfügung. Nach dem Bayerischen Denkmalschutzgesetz sind Denkmaleigentümer verpflichtet, ihre Baudenkmäler instandzuhalten, instandzusetzen, sachgemäß zu behandeln und vor Gefährdung zu schützen, soweit ihnen das zuzumuten ist (Art. 4 Abs. 1). Wer Eigentümer eines Baudenkmals ist, trägt damit Verantwortung auch für die Allgemeinheit. Doch steht er nicht allein. Der Staat hilft durch Beratung, Zuschüsse und steuerliche Vergünstigungen; auch zahlreiche Gebietskörperschaften fördern denkmalpflegerische Maßnahmen durch Zuwendungen.
Das Denkmalschutzgesetz unterscheidet den Denkmalschutz von der Denkmalpflege. Denkmalschutz sind die auf die Erhaltung von Denkmälern abgestellten hoheitlichen Maßnahmen der öffentlichen Hand, insbesondere Anordnungen und sonstige Verfügungen, Erlaubnisse und Genehmigungen. Demgegenüber zählen zur Denkmalpflege Tätigkeiten und Maßnahmen nichthoheitlicher Art, die der Erhaltung von Denkmälern dienen, insbesondere Hilfe und fachliche Beratung bei Instandhaltung und Instandsetzung, Konservierung und Restaurierung von Denkmälern.