Genehmigungs- und erlaubnispflichtige Maßnahmen an Baudenkmälern

Bei jeder baugenehmigungspflichtigen Maßnahme an einem Baudenkmal wird von der Unteren Denkmalschutzbehörde geprüft, ob die Belange der Bau- und Kunstdenkmalpflege bzw. der Bodendenkmalpflege betroffen sind. Ist dies der Fall, wird das Landesamt für Denkmalpflege um fachliche Beurteilung gebeten. Dies geschieht in aller Regel im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sprechtage. Aber auch vermeintlich kleine Maßnahmen, die nicht baugenehmigungspflichtig sind, wie etwa eine Innenrenovierung, ein Fassadenanstrich oder eine Fenstererneuerung, bedürfen im Falle von Baudenkmälern der Erlaubnis nach dem Bayerischen Denkmalschutzgesetz. Erster Ansprechpartner ist auch hier die Untere Denkmalschutzbehörde.
Wie der Bauantrag ist auch der Erlaubnisantrag über die jeweilige Gemeinde bei der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde einzureichen. In der Regel wird der Erlaubnisbescheid rasch und kostenfrei erteilt. Die Erlaubnis kann von der Unteren Denkmalschutzbehörde aber auch versagt werden, soweit gewichtige Gründe des Denkmalschutzes für die unveränderte Beibehaltung des bisherigen Zustands sprechen.
Der Erlaubnis bedarf auch, wer in der Nähe von Baudenkmälern Anlagen errichten, verändern oder beseitigen möchte, wenn sich dies auf Bestand oder Erscheinungsbild eines der Baudenkmäler auswirken kann. Auch hier kann die Erlaubnis versagt werden, soweit das Vorhaben zu einer Beeinträchtigung des Wesens, des überlieferten Erscheinungsbilds oder der künstlerischen Wirkung eines Baudenkmals führen würde. Sind Bodendenkmäler bekannt, muss im Vorfeld der Baumaßnahme in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege eine qualifizierte Untersuchung und Dokumentation erfolgen.