Was ist ein Denkmal?

Das Bayerische Denkmalschutzgesetz definiert Denkmäler als "von Menschen geschaffene Sachen oder Teile davon aus vergangener Zeit, deren Erhaltung wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen, städtebaulichen, wissenschaftlichen oder volkskundlichen Bedeutung im Interesse der Allgemeinheit liegt" (Art. 1 Abs. 1 DSchG).
Die Schutzbestimmungen des Denkmalschutzgesetzes gelten für Baudenkmäler, Bodendenkmäler und bewegliche Denkmäler.

Baudenkmäler sind bauliche Anlagen (oder Teile davon) einschließlich dafür bestimmter historischer Ausstattungsstücke, wie etwa Türen, Fenster, Böden und Decken. Auch bewegliche Sachen wie beispielsweise Möbel oder Teppiche können historische Ausstattungsstücke sein, wenn sie mit dem Raum eine Einheit von Denkmalwert bilden. Auch Gartenanlagen gelten als Baudenkmäler. Zu den Baudenkmälern kann auch eine Mehrheit von baulichen Anlagen gehören, und zwar auch dann, wenn nicht jedes Einzelgebäude schützenswert, aber das Orts-, Platz- oder Straßenbild insgesamt erhaltenswürdig ist: Dies Form des Baudenkmals wird nach Art. 1 Abs. 3 DSchG als "Ensemble" bezeichnet.

Bodendenkmäler sind bewegliche und unbewegliche Denkmäler, die sich im Boden befinden oder befanden. Der Denkmalbegriff nach bayerischem Recht ist mithin weit gefasst: Nicht nur hervorragende Kunst- und Geschichtsdenkmäler und nicht nur bestimmte Arten von baulichen Anlagen genießen den Schutz des Gesetzes, sondern beispielsweise auch Bürgerhäuser, Bauernhöfe, ganze Ortsbilder, technische Anlagen - sofern sie die in Art. 1 Abs. 1 festgelegte Bedeutung besitzen.

Die Denkmäler sind in Listen verzeichnet. Auf der Homepage des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege kann ein Online-Zugriff auf die Bayerische Denkmalliste erfolgen.