Städtebauliche Denkmalpflege

Denkmalpflegerischer Erhebungsbogen, Kulturlandschaftserfassung, Kommunales Denkmalpkonzept



Denkmalschutz ist auch eine Aufgabe der Kommunen. Der Fachbereich Städtebauliche Denkmalforschung unterstützt die Städte und Gemeinden bei der Erfüllung dieser Aufgabe mit dem Instrument Denkmalpflegerischer Erhebungsbogen (DEB).

Seit Wiederaufnahme des Bund-Länder-Förderprogramms Städtebaulicher Denkmalschutz in Bayern wird die frühzeitige denkmalfachliche Beteiligung der Denkmalpflege im Verfahren angeboten. Das Förderprogramm unterstützt den Erhalt besonders wertvoller historischer Stadtkerne insbesondere im Denkmalensemble.

Im Bereich der Kulturlandschaftserfassung benennen wir mit Planungspartnern denkmalrelevante Qualitäten in der Kulturlandschaft. Das geschieht im Rahmen von Gemeinschaftsprojekten, etwa zur Flößereilandschaft Frankenwald oder zum gemeindeübergreifenden Baudenkmal Schleißheimer Kanalsystem.



Kommunales Denkmalkonzept - warum und für wen?

Das Kommunale Denkmalkonzept (kurz: KDK) ist ein Angebot des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Es richtet sich an alle Gemeinden in Bayern, die sich mit ihrem historischen baulichen und städtebaulichen Erbe auseinandersetzen und es bewahren wollen.

Es stärkt - im Sinne der kommunalen Planungshoheit - die Eigenverantwortung der Kommunen für ihr bauliches Erbe; Als informelle Rahmenplanung kann es eigenständig oder als vertiefender Fachbeitrag im Rahmen von Verfahren der Städtebauförderung oder der ländlichen Entwicklung erarbeitet werden. Die Kommune ist der Auftraggeber eines Kommunalen Denkmalkonzepts, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege begleitet die Konzeptentwicklung und unterstützt sie finanziell.

Ziele des KDK:

  • Stärkung des Bewusstseins der Bürger für die historischen baulichen und städtebaulichen Werte ihres Ortes (Vermittlung und Beteiligung)
  • Stärkung der lokalen Identität
  • Unterstützung der Kommune und der Bürger bei der Initiierung und Vorbereitung konkreter Maßnahmen


In drei Schritten zum Kommunalen Denkmalkonzept:
Das kommunale Denkmalkonzept entwickelt einen Fahrplan, wie bauliche Merkmale und Qualitäten genutzt und in die Zukunft geführt werden können. Es ist auf zehn bis fünfzehn Jahre angelegt und wird in drei Schritten erarbeitet:

  • Die historische Ortsanalyse zur Ermittlung der Denkmalwerte (Erfassung) als Basis
  • Formulierung von städtebaulich-denkmalpflegerischen Leitlinien und Maßnahmen zur Bewahrung und Nutzung dieser Werte im Rahmen der zukünftigen Ortsentwicklung (Planung)
  • Im dritten Schritt (Umsetzung) Vorbereitung von beispielhaften Umsetzungsprojekten


Nähere Informationen bietet das Themenheft „Das Kommunale Denkmalkonzept - Den historischen Ortskern gemeinsam entwickeln und gestalten“. Sie können es hier als PDF herunterladen. (ca. 10 MB)

Die nachstehenden Karten zeigen am Beispiel Waldthurn die Erfassung von Stärken, Defiziten und die Darstellung von Zielen in der Entwicklung des historischen Ortskerns. Klicken Sie auf die Darstellungen, um sie zu vergrößern.

Ihre Ansprechpartner


Ansprechpartner für Oberbayern, Niederbayern und Schwaben
Dr. Gerhard Ongyerth
Telefon-Nr.: 089/2114-266
Fax-Nr.: 089/2114-406
E-Mail: Gerhard.Ongyerth@blfd.bayern.de



Ansprechpartnerin für die Oberpfalz und Mittelfranken
Judith Sandmeier M.A.
Telefon-Nr.: 0951/4095-52
Fax-Nr.: 0951/4095-30
E-Mail: Judith.Sandmeier@blfd.bayern.de



Ansprechpartner für Oberfranken und Unterfranken
Dr. Thomas Gunzelmann
Telefon-Nr.: 0951/4095-29
Fax-Nr.: 0951/4095-30
E-Mail: Thomas.Gunzelmann@blfd.bayern.de


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Die Altstadt von Friedberg im Luftbild. Gut erkennbar: der historische Stadtgrundriss. Bildnachweis: BLfD, Klaus Leidorf

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Friedberg: Der bearbeitete Urkatasterplan zeigt Gebäudefunktionen und -nutzungen um 1812. Karte: BVV, Martin Späth

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Friedberg: Die Denkmalkarte wird Teil der Planungsgrundlagen. Karte: BLfD/FIS