Flächenbezogene Denkmalforschung

Die flächenbezogene Denkmalforschung integriert die Arbeitsfelder Denkmalpflege und Planung, Städtebauliche Denkmalpflege und Pflege der historischen Kulturlandschaft. Als beratende und gutachtende Tätigkeit richtet sie sich auf historisch geprägte, räumliche Denkmalüberlieferung, auf das gesamte historische Dorf, die alte Stadt oder die historische Kulturlandschaft. Ihre Partner sind weniger die Denkmaleigentümer, sondern Körperschaften wie Kommunen oder staatliche Planungsträger, aber auch die Öffentlichkeit. Meistens tritt sie beratend als Träger öffentlicher Belange bei der Bauleitplanung, bei öffentlichen Fachplanungen, wie zum Beispiel beim Straßenbau oder bei der Landschaftsplanung sowie für die Dorferneuerung und Stadtsanierung auf. Sie erstellt eigene Fachbeiträge, die eine denkmalverträgliche Planung in den verschiedensten Planungsebenen unterstützen sollen.

Alles hängt mit allem zusammen:

Die flächenbezogene Denkmalforschung wird maßnahmebezogen eingesetzt.

Sie ist interdisziplinär angelegt mit methodischen Anleihen bei der historischen Geografie, den Geschichts- und Kunstwissenschaften sowie bei der städtebaulichen Planungstechnik.

Sie ist multimedial angelegt durch das Zusammenbinden von Ortsliteratur, Archivalien, topografischen Karten, historischen Ortskarten, älteren Fotos und aktuellen Planunterlagen.

Sie ist integral angelegt durch die Erklärung der Zusammenhänge zwischen Topografie, Kulturlandschaft, vorgefundene Baustoffe, Ortsarchitektur und städtebaulicher Ausrichtung der Bauplätze, Straßen und Freiflächen.