Erfassung der Bodendenkmäler

Nach wie vor sind die Ergebnisse der Begehungen von Fundsammlern die wohl wichtigste Quelle archäologischer Erkenntnisse. Daran haben auch "moderne" Prospektionsmethoden nicht viel ändern können. Deshalb gehört die Betreuung der Sammler und die Entgegennahme ihrer Funde und Fundmeldungen zu den Kernaufgaben des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege.

Artikel 8 des Denkmalschutzgesetzes schreibt vor, dass alle Funde der Unteren Denkmalschutzbehörde oder dem Landesamt anzuzeigen und zur Bearbeitung befristet zu überlassen sind. Dies gilt natürlich auch für alle im Gelände noch sichtbaren Bodendenkmäler und alle Beobachtungen, die auf Bodendenkmäler hinweisen können. Das Landesamt als die staatliche Fachbehörde bietet sich mit seinen archäologisch geschulten Mitarbeitern als Anlaufstation an. Sie können in der Regel die Funde gleich bestimmen, Beobachtungen interpretieren und fehlende Angaben zu Fundort und Fundumständen abfragen. Wenn Sie Funde melden wollen, lassen Sie sich bitte von dem für Ihren Regierungsbezirk zuständigen Ansprechpartner einen Termin geben. Ein Formular für Fundmeldungen finden Sie in der Download Area.

Archäologische Funde ohne Fundort und Kenntnis der Fundzusammenhänge und -umstände sind meist ohne Wert für die Wissenschaft und die Denkmalpflege. Darum sind die genaue Lokalisierung und Kartierung der Fundstellen, sowie möglichst informative schriftliche Fundmeldungen von besonderem Interesse. Die Ergebnisse der Sammlertätigkeit werden in der Fundchronik, einer regelmäßig erscheinenden Zusammenstellung und Auswertung der Funde, veröffentlicht und in die Denkmalliste aufgenommen, wenn es sich um bisher unbekannte Fundstellen handelt.