Praktische Denkmalpflege: Bodendenkmäler


Restaurierung & Konservierung


Ziel und Aufgabe des Referates Restaurierung Archäologie und Dendroarchäologie ist der Erhalt archäologischer Funde - und das bereits bei der Ausgrabung. Zentral ist das Konservieren der Funde, um ihren weiteren Zerfall und damit einen Informationsverlust zu verhindern.

Die Restauratoren des Referates B V „Restaurierung Archäologie und Dendrolabor“ sorgen für die fachgerechte Behandlung archäologischer Funde. Die Werkstätten des Referates befinden sich in den Dienststellen München, Bamberg, Regensburg und Thierhaupten.

Sichern und Erhalten

Oberstes Ziel ist das Konservieren der beweglichen Bodendenkmäler, also der Funde. Sie sind als unveränderte originale Quelle bedeutend für die Nachwelt. Jeder Fund ist ein einzigartiges geschichtliches Zeugnis.

Restaurierung: so viel wie nötig, so wenig wie möglich

Restauratorische Eingriffe dienen dazu, den Fund wissenschaftlich auswertbar zu machen oder zu präsentieren. Jegliche Restaurierung an Funden soll dabei umkehrbar (reversibel) sein und so wenig wie möglich in die vorgefundene Substanz eingreifen. Neben Einzelstücken können in der Projektwerkstatt in München auch ganze Fundkomplexe restauriert werden: Voraussetzung ist hierfür eine gemeinsame Finanzierung zwischen Fundeigentümern/Gemeinden und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.

Ausführliche Informationen zur Behandlung und Erhaltung archäologischer Funde finden Sie in den Vorgaben zur Dokumentation/Fundbehandlung.

Holz und organisches Material

Für das Datieren und Untersuchen von archäologischen Hölzern steht neben den Werkstätten das Labor für Dendroarchäologie in Thierhaupten zur Verfügung. In Bamberg ist die Konservierung organischer Reste aus Ausgrabungen ein Arbeitsschwerpunkt. Hier wurde ein Kartierungssystem für organische Materialien entwickelt. Zur Anwendung werden die Kartierungsvorlagen benötigt.

Eigentumsfragen

Funde in staatlichem Eigentum gehen nach ihrer konservatorischen Erstversorgung an die Archäologische Staatssammlung in München über. Die Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie in München übernimmt nach einer Erstbehandlung alle menschlichen Knochen und tierischen Reste, die bei Ausgrabungen geborgen werden.

Blockbergung

Informationen schützen: Frühmittelalterliche Körperbestattung im Block geborgen. Foto: BLfD

Urne bei der Restaurierung

Konservieren und dokumentieren: Urnenfelderzeitliche Keramikurne bei der Restaurierung. Foto: BLfD

Dendroarchäologie - Entnahme von Holzproben

Außerhalb des Dendrolabors: Holzproben werden entnommen. Foto: BLfD

Textilreste unter dem Mikroskop

Herausforderung Material: Archäologische Textilfunde unter dem Mikroskop freigelegt und untersucht. Foto: BLfD