Querschnittsaufgabe Orgeldenkmalpflege


Technik-, Kunst- und Klangdenkmale

Orgeln sind Klang- und Kunst-, vor allem aber Technikdenkmale. In ihrer primären Funktion als Musikinstrument spiegeln sie die Klangvorstellungen ihrer Zeit und ihres Erbauers - jede Orgel hat ein ganz spezifisches Klangkonzept. Ihre kunstvollen Gehäuse machen Orgeln zu einem wesentlichen Bestandteil jedes Raumes und seiner Ausstattung. Entscheidend ist aber, dass Orgeln komplizierte technische Apparate sind: im Laufe der Jahrhunderte sind höchst unterschiedliche Systeme entstanden, die jeweils dem aktuellen Stand der Technik entsprachen. Diese Systeme beeinflussen den Klang des Instruments entscheidend.

Orgeldenkmalpflege – Technik, Klang und Gestalt bewahren

Die Orgeldenkmalpflege am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege hat das Ziel, Orgeln umfassend zu erhalten - Technik, Klang und Gestaltung sollen ganzheitlich bewahrt bleiben. Die Orgeldenkmalpflege umfasst alle Epochen des Orgelbaus, von der Renaissance- über die Barockorgel bis hin zu den Instrumenten der späten Orgelbewegung der 1950er bis 1970er Jahre.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege berät und begleitet Reparaturen und Instandsetzungen von Orgeln. Grundlage für eine Orgelinstandsetzung ist eine genaue Bestandsaufnahme, bei der der Zustand und die Schäden exakt erfasst und dokumentiert werden. Im Rahmen dieser Untersuchung wird die Bau- und Veränderungsgeschichte des Instruments genau erfasst: sie macht das gesamte Wissen über die Orgel, ihren Erbauer und die Veränderungen am Instrument nachvollziehbar. Die Instandsetzung historischer Orgeln übernehmen qualifizierte und erfahrene Fachfirmen.


Ihr Ansprechpartner:
Dr. Nikolaus Könner
Telefon-Nr.: 089/2114-263
E-Mail: Nikolaus.Koenner@blfd.bayern.de