Querschnittsaufgabe Bauforschung


Das Gebäude als geschichtliche Quelle

Die Geschichte sichtbar zu machen, zu erforschen, wie ein Haus entstanden ist, wie es im Laufe der Zeit verändert wurde, wie die Menschen es genutzt haben - das sind die Aufgaben der Bauforschung. Die Bauforschung erfasst die Baugeschichte und den historischen Bestand eines Gebäudes und beurteilt seinen historischen Wert.

Die Bauforschung erschließt Bauwerke als Quelle. Mit ihren Erkenntnissen wird es möglich, Gebäude in ihrer Geschichte zu verstehen, ihre Veränderungen nachzuvollziehen und die Instandsetzung so zu gestalten, dass sie den besonderen Eigenschaften des Denkmals gerecht wird. Mit der Bauforschung kann ein Sanierungskonzept fachlich beurteilt und eine Instandsetzung schonend und kostengünstig umgesetzt werden.

Die Untersuchung von Gebäuden führen freiberufliche Bauforscher oder Büros für Bauforschung aus. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege definiert im Rahmen der Querschnittsaufgabe Bauforschung ihre Aufgaben, begleitet die Untersuchung und übernimmt die Qualitätssicherung.

Bauforschung in der Praxis

Die Bauaufnahme ist die beste Möglichkeit zur Erschließung eines Bauwerks. Das Gebäude wird dabei genau vermessen und in maßstäblichen Plänen gezeichnet, die baulichen Veränderungen, die sich im Laufe der Zeit ergeben haben, werden schriftlich und fotografisch dokumentiert.

Die Dendrochronologie ermöglicht es, das Alter eines Gebäudes genau zu ermitteln. Über Bohrkerne, die aus Holzbauteilen gezogen werden, wird das Jahr ermittelt, in dem der Baum gefällt wurde. In der Regel entspricht dieses Jahr auch der Erbauungszeit des Hauses - in früherer Zeit wurden Hölzer unmittelbar nach dem Fällen verbaut.


Ihr Ansprechpartner für Oberbayern, Schwaben, Mittelfranken:
Dr. Thomas Aumüller
Telefon-Nr.: 089/2114-280
E-Mail: Thomas.Aumueller@blfd.bayern.de



Ihr Ansprechpartner für Niederbayern, Oberpfalz, Ober- und Unterfranken:
Dipl.-Ing. Karl Schnieringer
Telefon-Nr.: 0941/595748-17
E-Mail: Karl.Schnieringer@blfd.bayern.de