Dendrochronologie
Eine wichtige Partnerwissenschaft der Bauforschung stellt die Dendrochronologie dar, mit deren Hilfe Bauwerke sehr genau datiert werden können.
Die Dendrochronologie stellt anhand der von der Witterung abhängig unterschiedlich breiten Jahresringe der Bäume das genaue Fälljahr eines Baumes fest. Durch das Ziehen von Bohrkernen kann so an den verbauten Balken - sofern noch ein Teil der Rinde erhalten ist - das Fälljahr ermittelt werden. Da in historischer Zeit die Hölzer meist direkt verbaut wurden, stellt das Fälljahr oft das Erbauungsjahr dar. Eine wesentliche Voraussetzung für diese Datierung ist allerdings eine vorausgegangene genaue Bauuntersuchung, um auszuschließen, dass das datierte Holz aus einer späteren Reparatur stammt oder an dieser Stelle bereits zum zweiten Mal verwendet wurde. Die Auswertung der Proben erfolgt im Allgemeinen durch freiberufliche spezialisierte Labore.
Durch die Bauforschung gelingt es, Spuren des Holztransports wie Floßnagellöcher zu dokumentieren, die Hinweise zur Wirtschaftsgeschichte geben. Modellhaft wird dies derzeit für die Stadt Bamberg von der dortigen Universität (Institut für Archäologie, Bauforschung und Denkmalpflege) und der Flächenbezogenen Denkmalpflege (Städtebauliche Denkmalpflege) des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege bearbeitet.
Bauforschung, Dendrochronologie und Kulturlandschaftsforschung
Plakate anlässlich des Tages des Offenen Denkmals 2004:
Plakat 1: Beispiele für Floßholz in Bamberg
Plakat 2: Woher kommt da Bauholz?
Plakat 3: Einflüsse von Handel und Flößerei
